Trockene Haut ist der häufigste Hauttyp. Vor allem nach dem Waschen und bei trockener Luft ist sie stumpf, spröde und oft schuppig. Außerdem weist zu Trockenheit neigende Haut häufig kleine Risse auf und ist mit Juckreiz verbunden. Im schlimmsten Fall kommt es zu Ekzemen und frühzeitiger Fältchenbildung.
Kein Grund zur Resignation: Mit der richtigen Pflege bekommen Sie Ihr Hautbild locker in den Griff.
Trockene Haut gibt es in zwei Ausprägungen: trocken-fettarme Haut und trocken-feuchtigkeitsarme Haut.
Trocken-fettarme Haut: der Haut mangelt es an Fett; tritt aufgrund der nachlassenden Talgproduktion vermehrt im fortschreitenden Alter auf, ab dem 50. Lebensjahr sogar bei jedem zweiten Erwachsenen
Trocken-feuchtigkeitsarme Haut: die Haut produziert zwar ausreichend Fett, aber ihr fehlt Feuchtigkeit
In beiden Fällen weist die Haut folgende Merkmale auf:
- Trocken, spröde, rau, schuppig, zart, fahl, durchscheinend, feinporig, gerötet
- Oft leicht entzündet
- Ungleichmäßig durchblutet und daher fleckig
- Sehr dünn und daher oft rissig
- Sehr empfindlich gegenüber äußeren Reizen wie Sonne, Kälte und Heizungsluft
- Juckt und spannt oft
Vererbung: In vielen Fällen wird trockene Haut vererbt. Von Geburt an fehlen der Haut Feuchthaltefaktoren oder Fett. Ein Mangel an natürlichen Feuchthaltefaktoren, wie zum Beispiel Harnstoff, verringert die Feuchtigkeitsbindefähigkeit und trocknet die Haut aus. Ein Fettmangel schwächt den sogenannten Hydrolipid-Mantel, der vor Austrocknen und eindringenden Bakterien etc. schützt.
Äußere Einflüsse: Neben einer erblichen Veranlagung führen vor allem zu wenig Luftfeuchtigkeit in Räumen, ausgiebige Sonnenbäder, raues Klima und zu häufiges Waschen mit aggressiven Mitteln zu trockener Haut.
Wechseljahre: Trockene Haut tritt oft mit den Wechseljahren auf. Die Eierstöcke stellen dann die Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen ein, was zur Austrocknung der Haut führt.
Ernährung: In seltenen Fällen kann auch ein Vitamin-A-Mangel für trockene Haut verantwortlich sein.
Jede Reinigung birgt die Gefahr, dass die Haut zu stark entfettet wird und die hauteigenen Feuchtigkeitsfaktoren ausgewaschen werden. Säubern Sie trockene Haut deshalb ausschließlich mit auf diesen Hauttyp abgestimmten Reinigungsprodukten. Am besten eigenen sich eine Reinigungsmilch oder ein Reinigungsöl mit vielen rückfettenden Stoffen. Sie entfernen Schmutz und Bakterien, ohne die Haut zu reizen. Alkoholhaltige Gesichtswässer und Peelings sollten Sie meiden.
Ähnliches gilt für die Pflege: Verwenden Sie Pflegeprodukte für trockene Haut. Für den Tag empfiehlt sich zum Beispiel eine fetthaltige Feuchtigkeitscreme und für die Nacht eine reichhaltige Fettcreme mit Zusatzpflegestoffen wie Vitamin A, C oder E.