Ob Trägertop oder Minirock - im Sommer ist Hautzeigen angesagt. Die schönste Sommermode verliert jedoch schnell ihren Reiz, wenn kalkweiße Haut darunter zum Vorschein kommt.
Gleichzeitig wird von allen Seiten vor ausgiebigen Sonnenbädern und Solariumsbesuchen gewarnt, weil das UV-Licht die Haut schädigt.
Kein Grund zur Verzweiflung: Selbstbräuner versprechen gleichmäßige und natürlich wirkende Bräune, ohne die Haut zu stressen.
Selbstbräuner erzeugen den dunklen Teint durch eine chemische Reaktion der Haut auf den Inhaltsstoff Dihydroxyaceton (DHA), ein aus Glycerin gewonnener Zucker, der im menschlichen Stoffwechsel vorkommt. Die freien Aminosäuren und Proteine der Haut reagieren mit DHA, was eine Braunfärbung der obersten Hautschicht zur Folge hat.
Die Schnelligkeit des Bräunungsvorgangs und die Farbtiefe lassen sich über die DHA-Konzentration steuern. Sie liegt in zwischen zwei und fünf Prozent. Je mehr DHA ein Selbstbräuner enthält, desto schneller entwickelt sich die Farbe und desto tiefer ist der Farbton.
Nach drei bis fünf Tagen verschwindet die ‚Bräune aus der Tube' allmählich mit der natürlichen Hautabschilferung. Nach spätestens zehn bis fünfzehn Tagen ist die Haut wieder vollständig entfärbt.
Alternativ zu DHA setzt die Kosmetikindustrie den künstlichen Zucker Erythrulose als bräunenden Stoff ein. Alleine oder in Kombination mit DHA erzeugt auch Erythrulose durch chemische Reaktion eine Dunkelfärbung der Haut. Die bräunende Wirkung entfaltet sich hier allerdings erst nach etwa zwei Tagen. Dafür hält sie länger als bei DHA-Produkten.
Bei der Anwendung von Selbstbräunern lagern sich die braunen Farbpigmente lediglich auf der obersten Hautschicht ab. Lebende Hautzellen werden nicht verändert. Von daher ist diese Bräunungstechnik völlig undenklich.
Selbstbräuner gibt es in unzähligen Varianten: als Gel, Spray, Creme oder Schaum für helle oder dunkle Hauttypen mit geringer oder hoher Bräunungsintensität. Besonders beliebt sind Sprays auf Emulsionsbasis, die sich leicht verteilen lassen, nicht fetten und schnell einziehen.
Selbstbräuner wirken am besten auf glatter, fettfreier Haut. Von daher sollten Sie die betroffenen Areale vorher mit einem Peeling von abgestorbenen Hautzellen befreien, enthaaren und mit einer Reinigungsmaske gründlich säubern.
Verteilen Sie das Produkt rasch und gleichmäßig auf der Haut. Sparen Sie dabei die Augenbrauen und den Haaransatz aus, da sich der Selbstbräuner zwischen den Haaren sammelt und dann dunkler färbt als erwünscht.
Je dicker die Hornhaut ist, umso stärker verfärbt sich die Haut. Tragen Sie das Produkt von daher an Knien, Knöcheln und Ellenbogen sehr sparsam auf.
Waschen Sie sich nach der Anwendung sehr gründlich die Hände mit Seife und einer Handbürste, um Rückstände und dadurch verursachte unschöne Verfärbungen zu vermeiden.