Hydrotherapie

Gesund durch nasse Zauberkraft


Wasser kann zaubern. Nutzen Sie die therapeutischen Eigenschaften des Wassers für Ihr Wohlbefinden!
Der Mensch kann ohne Wasser nicht leben – die Wellness-Branche und die Naturheilkunde auch nicht. Hydrotherapie oder Wasserbehandlung heißt die Behandlungsmethode, mit dem in Wellness-Farmen Wohlbefinden gesteigert und diverse Beschwerden behandelt werden können.

Grundlagen


Die Wirkkraft der Hydrotherapie basiert auf den physikalischen Eigenschaften des Wassers.

Wärme-/Kältekapazität und -leitfähigkeitWasser kann Wärme- oder Kälteenergie aufnehmen und speichern. Gleichzeitig transportiert es Wärme/Kälte besonders schnell zur Haut hin und von der Haut weg – gute Gründe, warum Bäder und Güsse so erfolgreich eingesetzt werden. Kaltes Wasser regt die Durchblutung der inneren Organe an, hemmt Entzündungen und belebt. Warmwasser fördert die Durchblutung der Haut und der Muskeln und wirkt entspannend.
AuftriebDie Auftriebskraft bewirkt, dass das Körpergewicht unter Wasser auf 1/10 reduziert wird – eine enorme Entlastung für Gelenke, Bänder und Muskulatur. Die Krankengymnastik nutzt die Wasserauftriebskraft für besonders schonende und effektive Behandlungen, da Bewegungen aufgrund der reduzierten Schwerkraft leichter fallen und weniger schmerzhaft sind.
ReibungswiderstandEinen Arm im Wasser zu heben erfordert mehr Kraft als die gleiche Bewegung an der Luft. Der Reibungswiderstand wirkt wie ein Gewicht – ein gezieltes und gelenkschonendes Muskeltraining.
LösungsfähigkeitViele Stoffe lassen sich in Wasser lösen. Durch Anlagerung an der Haut oder Eindringen in die Haut können wohltuende oder heilende Substanzen im Wasser besonders gut ihre Wirkung entfalten – perfektes Medium für Pflegestoffe und Heilkräuter.

Anwendungsbeispiele

Kneippsche GüsseMit einem nach oben gehaltenen Schlauch wird Wasser mit geringem Druck auf den ganzen Körper bzw. einzelne Körperteile wie Arme, Beine, Rücken und Gesicht gelassen.
Wickel und PackungenFeuchte Tücher, warm oder kalt, werden um ein Körperteil wie Hals, Brust, Rumpf, Lenden, Hüfte, Waden oder Füße gewickelt. Dabei wird zwischen wärmeentziehenden, wärmestauenden und schweißtreibenden Wickeln unterschieden. Als Packungen gelten größere Wickel, die den halben bzw. ganzen Körper einhüllen. Zwei Lagen trockene Tücher darüber sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit tief eindringt und nicht zu schnell verdunstet.
BewegungsbäderUnter Wasser werden gezielte gymnastische Übungen durchgeführt, besonders bei Wirbelsäulenerkrankungen oder Frakturen. Oftmals finden diese Anwendungen in Kombination mit Unterwassermassage statt.
WassergymnastikEine Gymnastik- oder Aerobic-Stunde wird einfach unter die Wasseroberfläche verlagert.
BäderGrundsätzlich wird zwischen Teil- und Vollbädern, kühlen oder warmen Bädern sowie Bädern mit oder ohne Badezusatz unterschieden. Bei Teilbädern werden lediglich Arme oder Beine dem kalten oder heißen Nass ausgesetzt.
WassertretenDie Patienten gehen durch ein Becken mit kniehohem, kaltem Wasser.

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